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Kategorie:MAX Community
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Einreicher:hold my b®
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Agentur/en:hold my b®
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Kunde:Lidl Dienstleistung
Herausforderung: Matcha ist eine „Lifestyle-Religion“, Lidl ein Discounter. Die Hürde: Akzeptanz in einer Community, die Werbung ablehnt. Wie schafft man echte Interaktion in dieser skeptischen Nische?
Zielsetzung: Fokus auf Gemeinschaftsbildung. Wir wollten die Zielgruppe vom passiven Empfänger zum aktiven Mitgestalter transformieren und Bindung durch radikale Partizipation generieren.
Insight: Online-Communities fordern Authentizität statt Perfektion. Ein „Anti-Testimonial“ wie Opa Werner, der das Produkt ehrlich als „Algengrütze“ roastet, bricht die Barriere zwischen Konzern und Usern. Mut zum „Roast“ ist der Schlüssel zum Community-Dialog.
Strategischer Ansatz: „Community-Driven Marketing“. Die Kampagne wurde als interaktives Spiel inszeniert: Die User erhielten die Kontrolle über die Mediaplanung. Nur durch kollektives Engagement (Like-Challenge) konnte die Community den physischen DOOH-Stunt an der Lanxess Arena selbst freischalten.
Kernidee war das „Social-to-Real-Life-Empowerment“: Die Community wurde zum Co-Regisseur und Mediaplaner. Statt Frontalbeschallung gab es eine interaktive „Unlock-Mechanik“. Der „Matcha-Roast“ von Opa Werner diente als Hebel: Erst 10.000 Likes schalteten Opa Werners erstes eigenes Plakat auf einem der größtem DOOH-Screens Deutschlands an der Lanxess Arena frei.
Innovationsgrad: Die Innovation liegt in der Demokratisierung der Kampagnensteuerung. Wir brachen Werbe-Tabus durch „Anti-Marketing“ und gaben die Kontrolle über die Mediaplanung Real TIme an die User ab. Während Marken meist um Image werben, provozierte Lidl Interaktion durch Selbstironie. Diese Gamification machte Nutzer zu Komplizen einer Guerilla-Aktion. Der DOOH-Stunt war kein bloßer Werbeplatz, sondern der kollektive Triumph einer digitalen Gemeinschaft über klassische Werbeästhetik. Ein radikaler Shift: Von der Zielgruppe zum aktiven Gatekeeper der Kampagnenskalierung.