#UNHATEWOMEN

#UNHATEWOMEN

Einreicher: Fork Unstable Media GmbH, fischerAppelt performance GmbH, Filmproduktion: IT’S US Media GmbH, Musikproduktion: MOKOH Music GmbH, Audio Post: Studio Funk Berlin

Kunde: TERRE DES FEMMES - Menschenrechte für die Frau e.V.

#UNHATEWOMEN

Jurybegründung

Bravo! Diese Kampagne greift ein wahnsinnig relevantes Thema entlarvend und hochkreativ auf. Sie wurde klug ausgespielt, adressiert dadurch genau an die richtige Zielgruppe und erreicht dank viraler Verbreitung schnell ein Millionenpublikum. Die Inszenierung provoziert vom ersten Moment an Teilnahme und Response. Ein Dialog, dem man sich nicht entziehen kann, und der spürbare Veränderung ausgelöst hat.

Die Aufgabe

Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter:
Tagtäglich kämpfen Frauen gegen Sexismus und physische Gewalt. Doch Gewalt kann auch mit Worten ausgeübt werden. So wie im Deutschrap, der ein Frauenbild aus der Steinzeit verbreitet. Mehr als 2⁄3 der 14- bis 29-Jährigen hören regelmäßig Songtexte wie „Baller der Alten die Drogen ins Glas. Hauptsache, Joe hat Spaß“.

Auffallen, Bewusstsein schaffen & Diskussionen anregen:
#UNHATEWOMEN will dafür sensibilisieren, dass verbale Gewalt gegen Frauen keine spaßige Attitüde ist, sondern Menschen verletzt und den Nährboden für weitere Formen der Gewalt gegen Frauen bereitet. Die Kampagne soll ein Problembewusstsein für den Umgang mit frauenverachtender Sprache schaffen.

Durch die Aktivierung der Medien soll der Druck auf die Politik erhöht werden, Maßnahmen gegen die Verbreitung frauenverachtender Sprache zu ergreifen. TERRE DES FEMMES fordert die konsequente Bekämpfung und Strafverfolgung von Hasskriminalität gegen Frauen im Internet.

Die Idee

Mit einem viralen Kampagnenvideo schlägt #UNHATEWOMEN die Rapper mit ihren eigenen Waffen: ihren Texten. Gelesen von Frauen und befreit von wummernden Beats, bleibt von vielen Songs nur noch eines übrig: purer Frauenhass.

Eine Bewegung starten und zur Diskussion anregen:
In den sozialen Netzwerken erreichen misogyne Rapper aus dem Stand ein Millionenpublikum. #UNHATEWOMEN nutzte genau diese Kanäle, um das eindrückliche Kampagnenvideo zu verbreiten und unter dem Hashtag zur Solidarität aufzurufen. Auf YouTube wurden Zitate als Pre-Rolls vor exakt jene Musikvideos geschaltet, denen die Texte entnommen wurden.

Die Presse wird zum Multiplikator:
Für Veränderungen braucht es die Solidarisierung eines ganzen Landes. Ziel war es, über die digitale Aufmerksamkeit auch die der Leitmedien zu gewinnen und mithilfe der Öffentlichkeit den Druck auf die Politik zu maximieren, damit diese Maßnahmen zur Bekämpfung und Strafverfolgung von Hasskriminalität gegen Frauen im Internet einleitet.

Das Ergebnis

#UNHATEWOMEN in den Schlagzeilen der Leitmedien:
Die Kampagne verbreitet sich wie ein Lauffeuer im Netz und wird zum kontrovers diskutierten Thema und Gegenstand überregionaler Berichterstattung. Süddeutsche Zeitung, Tagesspiegel, Welt, sternTV und Bild berichten. Das Ergebnis: 10 Mio. SoMe-Impressions und weitere 46 Mio. Media-Impressions. Ein ganzes Land diskutiert und fühlt mit.

Aus einem Anliegen erwächst eine neue Community:
Die vorher schwächelnden SoMe-Kanäle von Terre des Femmes wachsen in Windeseile um mehr als 200%. Die steigende Bekanntheit lässt die TDF auch andere Themen ihrer Agenda in der neuen Community platzieren, was schließlich in der ebenso vielbeachteten Aktion #Frauenwelten von Joko und Klaas mündete.

Das Gesetz gegen Hasskriminalität wird verabschiedet:
Die Kampagne erhöht den Handlungsdruck auf Seiten der Politik mit Erfolg: Der Bundesrat verabschiedet das Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet. Ein GZUZ-Song wird auf den Index gesetzt.

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