Sea Watch - #holdyourbreath

Sea Watch - #holdyourbreath

Einreicher: Scholz & Friends
Kunde: Sea Watch / Die PARTEI

Sea Watch - #holdyourbreath

Jurybegründung

Verstörend. Aber es gibt Themen die man nicht anders kommunizieren kann. Beeindruckend in der Inszenierung, beeindruckend aber auch aus medialer Perspektive: Eine Partei verzichtet auf Wahlwerbung und nutzt den Sendeplatz für einen Spendenaufruf! Emotional sehr nah. Spitzen Spendenaufkommen in kurzer Zeit.

Die Aufgabe

2018 verloren 2277 flüchtende Menschen ihr Leben bei dem Versuch, das Mittelmeer zu überqueren. Doch statt den Weg für humanitäre Seenotrettung und Flüchtlingshilfe freizumachen, werden NGOs wie Sea-Watch von der EU aktiv blockiert.
Im Frühjahr 2019 hatte Sea-Watch aufgrund von geringem Medieninteresse mit der Finanzierung ihrer nächsten Missionen zu kämpfen.

Aufgabe war es, im Zuge der Europawahlen die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf die Situation im Mittelmeer zu lenken und diese für Spenden zur Finanzierung der nächsten Mission der Sea-Watch 3 zu aktivieren.

Die Idee

Der Kern unserer Idee ist die ungewöhnlichste „Media-Stunt“ der Europawahl: Wir bringen Sea-Watch und DIE PARTEI zusammen.

Der Hintergrund: In Deutschland erhält jede politische Partei freie Sendezeit, um ihre Wahlwerbespots im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auszustrahlen, so auch DIE PARTEI.

Die Idee: Zur Europawahl nutzen wir den Sendeslot der PARTEI, um 4,5 Millionen ZDF-Zuschauer mit der Realität im Mittelmeerraum zu konfrontieren und so für das Leid ertrunkener Hilfesuchender zu sensibilisieren.

Unser Film zeigt ein Kind, das direkt vor den Augen der Zuschauer ertrinkt - gefolgt von der Botschaft "Ertrinken dauert so lange wie dieser Film." Unter dem Hashtag #HOLDYOURBREATH halten Prominente und Influencer in sozialen Medien die Luft an und führen ihre Follower auf die Spendenwebsite www.holdyourbreath.de

Das Ergebnis

Unser „Stunt“ geht auf: Wir schaffen den einzige Wahlwerbespot der Europawahl, der schon vor seiner Veröffentlichung die Aufmerksamkeit auf sich zieht und langfristig im Gedächtnis bleibt. Dazu trägt glücklicherweise auch das ZDF selbst bei – denn der Sender weigerte sich zunächst, den Film auszustrahlen. Die Zurückweisung des Spots bringt das Thema erst recht auf die Agenda von Presse & Internet-Öffentlichkeit. So gut wie jeder Artikel und Post verweisen auf den geplanten Sendetermin und die Arbeit von Sea-Watch - aber auch auf den unkonventionellen Schritt der PARTEI. Durch das gewaltige Medienecho und den Druck der Öffentlichkeit lenkte der Sender jedoch schließlich ein, die Aufmerksamkeit für unser Anliegen war somit sicher. Direkt nach der Ausstrahlung im ZDF wird #HOLDYOURBREATH Trending Topic auf Twitter. Viele Prominente teilen den Spot auf ihren Kanälen. In nur wenigen Tagen wird das Spendenziel von 80.000€ erreicht und finanziert so die nächste Mission der Sea-Watch 3.

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