PETA "Eye to Eye"

PETA "Eye to Eye"

Einreicher: Demodern / Kolle Rebbe
Kunde: PETA Deutschland

Jurybegründung

Modernste Face- und Body-Tracking-Technologien übertragen Sprache, Gestik und Mimik live auf einen Hasen, der sich für die Rechte der Tiere stark macht. Dieses innovative Format ist eine eindrucksstarke Inszenierung von Dialog, der unter die Haut geht.

Die Aufgabe

Die weltweit größte Tierrechtsorganisation PETA suchte nach einer zeitgemäßen Kommunikationsstrategie, die Konsumenten nicht anklagt, sondern zu Komplizen macht. An die Stelle der abgenutzten Schockbilder von leidenden Tieren sollte etwas Neues treten, das die Menschen dazu einlädt, sich der Tierwelt zu öffnen. Denn wer sich wirklich auf die ausgebeuteten Tiere einlässt, kann gar nicht anders, als sein Konsumverhalten zu hinterfragen.

Die Idee

Face to face statt in your face – unter diesem Leitgedanken entstand der erste Dialog zwischen Mensch und Tier. Das Gespräch auf Augenhöhe stellte nicht nur im Bereich der Tierrechtskommunikation eine Innovation dar. Auch technologisch war die Kombination von Virtual Reality und Live-Acting Neuland. Wer sich dem Dialog stellte, traf einen Hasen, der sich für die Rechte der Tiere stark machte. Hinter dem virtuellen Sprachrohr steckte keine KI, sondern ein psychologisch geschulter PETA-Aktivist, der den Hasen in Echtzeit zum Leben erweckte. Modernste Face- und Body-Tracking-Technologien übertrugen seine Sprache, Gestik und Mimik live auf den Hasen. Je nach Gesprächsverlauf führte das Tier sein Gegenüber an verschiedene Orte, um sich mit ihm über den Wert des Lebens, Schlachthäuser und Tierversuche zu unterhalten. Unterstützt von dynamischer Musik und binauralem Sounddesign, wurde der erste Realtime-VR-Dialog zu einem immersiven Erlebnis, das die Nutzer mit echten Emotionen überraschte.

Das Ergebnis

Eye to Eye feierte auf der Internet- und Technologie-Konferenz re:publica in Berlin Premiere. Seitdem tourt das VR-Experiment in einem Truck durch die Welt und bringt den Hasen überall dorthin, wo Redebedarf besteht. Die VR-Dialoge dauerten im Schnitt 12 Minuten und appellierten erfolgreich an die Empathiefähigkeit der Menschen. Die Nutzer vergaßen, dass sie mit einer virtuellen Kreatur redeten, sprachen über persönliche Werte, Ängste, Hoffnungen und Verlusterfahrungen. Dabei begannen sie, ihre Konsumgewohnheiten und ihren Umgang mit Tieren zu hinterfragen. Der Film, der das Experiment dokumentierte und in die Timelines und Feeds der sozialen Medien trug, erzielte bereits über 3 Millionen Views. Durch ein immenses Medienecho erreichte der Hase noch mehr Menschen mit seiner Botschaft.

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