I am Human

I am Human

Einreicher: Serviceplan Gruppe für innovative Kommunikation
Kunde: Internationale Gesellschaft für Menschenrechte IGFM

Jurybegründung

In diesem besonderen Captcha mussten die User diejenigen Bilder auswählen, die Menschen in Not abbilden, um somit wirklich ihre „Menschlichkeit“ unter Beweis zu stellen. Toll, wie mit dieser so einfachen Idee ein lästiges Pop-Up zum Überbringer dieser höchst relevanten Message wurde: "I'm not a Robot - I am Human"

Die Aufgabe

In unserer freien Gesellschaft verhalten sich die Menschen oft so, als lebten sie in einer Happy Bubble. Sie ignorieren was in der Welt passiert und was sie tun können bzw. müssten. Wir verbringen eine Menge Zeit online. Surfen, Liken, Teilen. Und das innerhalb von wenigen Minuten. Das ist ja auch OK. Das Problem ist aber, dass nur ein paar Minuten Aufmerksamkeit einen erheblichen Unterschied für Menschen in Not machen können. Deshalb war unser Ansatz, User in ihrem natürlichen Online Verhalten zu überraschen.
Unser Kunde, die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) ist der Überzeugung, dass es unsere Pflicht als Mensch ist, die Welt um uns herum wahrzunehmen. Wir dürfen nicht wegschauen und Menschen in Not ignorieren. Nur das macht uns menschlich.

Die Idee

Ein Captcha ist ein bekanntes Online-Tool. Es überprüft, ob man kein Roboter ist, in dem man Bilder von zufälligen Dingen auswählen muss, um den Inhalt einer Website sehen zu können.
Daher brauchten wir nur kleine Veränderungen zu machen, um den gewünschten Effekt zu erzielen. Wir tauschten die Bilder aus.
I AM HUMAN ist ein geeignetes Tool, um die Aufmerksamkeit für das Thema Menschenrechtsverletzungen zu erhöhen. In diesem besonderen Captcha mussten die User, diejenigen Bilder auswählen, die Menschen in Not abbilden, um somit wirklich ihre „Menschlichkeit“ unter Beweis zu stellen.
Wir platzierten unser Captcha zwischen den Usern und den Inhalten, den sie sehen wollten. Anschließend konnte man mehr über die Geschichten und Aktivitäten hinter den Bildern erfahren, die man auswählen musste.
Mit einem gratis Plug-In zum Download, gaben wir jedem unser Captcha-Tool kostenfrei an die Hand, um unser Projekt zu unterstützen, ohne viel Aufwand oder Programmier-Wissen.

Das Ergebnis

Bereits die ersten Ergebnisse zeigen, dass das Projekt auf dem richtigen Weg ist: Die User verbringen durchschnittlich mehr als zwei Minuten mit dem Captcha-Tool. Diese Interaktion, unser Aktivierungsfilm und das Engagement einiger Politiker führten zu 350 % mehr Unterstützung für die IGFM Projekte. Das wichtigste Ergebnis ist, dass IGFM in der Lage war, 300% mehr politische Sponsoren zu gewinnen als vor dieser Kampagne. Diese politischen Förderungen sind die effektivste Waffe zur Befreiung von Menschenrechts Aktivisten – und somit auch für das Bekämpfen von Menschenrechtsverletzungen generell.
Das Captcha-Tool generiert zunehmend Earned Media. IGFM, als Organisation auf ehrenamtliche Aktivtäten angewiesen, kann somit weiterhin ohne Media-Budget eine breite Öffentlichkeit erreichen.
Das frei zugängliche Plug-in verbreitet sich von alleine, daher gibt es keine weitere Messung dazu. Der Erfolgt wird an den Spenden und neu abgeschlossenen Patenschaften für Menschen in Not gemessen.

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