Glasgow Challenge

Glasgow Challenge

Kategorie 01 Nachhaltigkeit
Kunde: Deutsche Bahn AG

Glasgow Challenge

Jurybegründung

Ein ganz klassischer Dialog, hervorragend platziert, und mit spielerischer Leichtigkeit über die Kanäle ausgestaltet. Hervorragend!“

Die Aufgabe

Oktober 2021: Weltklimagipfel in Glasgow. Für die Erreichung des 1,5-Grad-Ziels ist eine Reduktion von 40% CO2-Emissionen noch in diesem Jahrzehnt nötig. Entscheider der ganzen Welt redeten über dieses wichtige Ziel und beschlossen nur wenig Konkretes.
Dieses Zögern der Staaten nahm die DB zum Anlass, um zu zeigen: Klimaschutz kann auch einfach sein. Da Klimaschutz nur funktioniert, wenn viele mitmachen, setzte die DB auf Kooperationen mit anderen Unternehmen und brachte Entscheider in Deutschland dazu zu handeln.
Denn auch in Unternehmen wächst das Bewusstsein für den Klimaschutz. Doch viele unterschätzen die Wirkung von klimafreundlichen Reisevorschriften. Immerhin sorgten im Vor-Corona-Jahr 2019 195 Millionen Geschäftsreisen für 12 Millionen Tonnen CO2 (Bundesregierung 2019). Hinzu kommt, der DB waren durch die Reiseeinschränkungen während der Corona Pandemie eine Vielzahl an Geschäftsreisenden weggebrochen.
Der perfekte Ansatzpunkt für die DB.

Die Idee

Richard Lutz, Vorstand der DB, und Berthold Huber, Vorstand des Personenverkehrs, wandten sich mit einem Schreiben an die CEOs in Deutschland. Sie riefen in Videobotschaften, Tageszeitungen, Mailings und auf LinkedIn dazu auf, im Rahmen eines gemeinsamen „Glasgow Commitments“ ein Zeichen für den Klimaschutz zu setzen.
Das Commitment: Die Unternehmen erklärten sich bereit, ihre deutschlandweiten Geschäftsreisen ab 2022 klimafreundlicher zu gestalten, indem sie unter anderem ihre Reiserichtlinien entsprechend anpassten. Im Gegenzug ermöglichte die DB den Erwerb einer BahnCard 100 mit 50% Klima-Rabatt für jeden Mitarbeitenden des Unternehmens.
Sobald die Unternehmen an der Aktion teilnahmen, bedankte sich die DB über Social Media und veröffentlichte die Teilnehmer:innen auf der DB eigenen Wall-of Fame, um sie zu würdigen. Durch die Vorbildfunktion verselbständigte sich die Aktion, und immer mehr Unternehmen nahmen teil.

Das Ergebnis

Das Glasgow Commitment war ein voller Erfolg!
Kommunikativ, wirtschaftlich und für das Klima.
Der DB gelang ein Schneeballeffekt. Innerhalb von 6 Wochen beteiligten sich 880 Unternehmen am Glasgow Commitment. 76% mehr als geplant!
Wie das? Die Danke-Postings der DB auf LinkedIn stießen Diskussionen an, und andere Marken reagierten darauf. Von Tag zu Tag machten mehr Unternehmen mit. SAP,Commerzbank und EY mit Tausenden von Mitarbeitenden traten dem Commitment bei. Gleichzeitig teilten die stolzen neuen BahnCard Besitzer Bilder auf LinkedIn.
Auch nach der Aktion kommunizieren viele Unternehmen medienwirksam, dass sie Mitarbeitende mit der BahnCard 100 ausstatten.
Insgesamt wurden doppelt so viele BahnCard 100 verkauft wie geplant und ein Vielfaches zum Vorjahreszeitraum.
All das hat einen direkten Impact auf unser Klima. Das Glasgow Commitment und die gekauften BahnCard 100 sparen zukünftig pro Jahr viele Tausend Tonnen CO2, was dem CO2 -Ausstoß einer deutschen Kleinstadt entspricht.

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