Applaus reicht nicht aus.

Applaus reicht nicht aus.

Einreicher: Rehcura GmbH
Kunde: Pflegestufe Rot

Applaus reicht nicht aus.

Jurybegründung

Besonders beeindruckt hat die Jury, dass hier Betroffene auf ein gesellschaftlich wichtiges Phänomen in überzeugender und berührender Form aufmerksam machen. Stilistisch hoch emotional umgesetzt. Und im Unterschied zu vergleichbaren Fällen weder aggressiv, noch nur anklagend. Die Kampagne hat einen zentralen gesellschaftlichen Dialog angeregt, die Pflegekräften eine weithin hörbare Stimme gibt.

Die Aufgabe

Jeder der Mal in der Pflege gearbeitet hat, kennt die Probleme rund um die Branche, nur fehlt es häufig an den Ressourcen zur Umsetzung von aufmerksamkeitsstarken Kampagnen. Durch die jahrelange Erfahrung am Bett, ihre akademische Bildung und zuletzt auch in Form des Arbeitgebers, konnten die Initiatoren sich nicht nur selber jahrelang ein Bild machen, sondern haben die Missstände aus jeder Position miterleben können. Die Pandemie verschärfte diese noch drastisch und nun ist es an der Zeit für Veränderungen. Die Idee für die Kampagne kam, als Anfang 2020 für das Pflegepersonal geklatscht wurde. Als die Versprechungen der Politik in Form von Prämien o. ä. ausblieben, die Belastung und die Bedingungen für das Personal aber weiterhin anstieg, stand fest: Applaus reicht nicht aus. Im Vordergrund steht dabei, die Aufmerksamkeit der Gesellschaft mit all ihren Instanzen und Gruppierungen auf das Thema Pflege und die Missstände dort aufmerksam zu machen.

Die Idee

Die Idee hinter Pflegestufe Rot ist es als Sprachrohr für die Pflege zu fungieren, um der Branche und den Pflegenden selber eine Stimme zu geben, damit zu helfen und für bessere Bedingungen zu kämpfen. Dabei steht im Vordergrund für das gesellschaftlich relevante Thema gebündelt Meinungen zu sammeln, um diese in die Bevölkerung zu tragen und sie klar an Politiker und Entscheidungsträger zu adressieren. Diese Vorgaben führen dazu, dass man einen ganzheitlichen gesellschaftlichen, als auch politischen Diskurs anstößt und mit jedem Stakeholder und Shareholder in einen Dialog tritt. Zum Einstieg in das Thema und die Problematik wurde ein aufmerksamkeitswirksames Video entwickelt. Dabei stand im Fokus, dass dieses Video besonders stark emotionalisiert, um die Aufmerksamkeit der Zielgruppe und des Betrachters für dieses gesellschaftlich relevante Thema zu erlangen und in den Dialog zu gehen.

Das Ergebnis

Der Erfolg der Kampagne lässt sich an der viralen Performance des Kampagnenvideos „Applaus reicht nicht aus“ erkennen. Innerhalb von drei Tagen gab es hier schon eine Aufrufzahl von über einer Million.

Nicht nur anhand des Videos, sondern auch an der Zahl der Reaktionen oder der Abonnentenanzahl und der Anzahl an Impressionen auf den Social-Media-Plattformen, lässt sich der Erfolg der Kampagne und die Wichtigkeit für die Gesellschaft erkennen. Neben diesem gab es in kürzester Zeit über 1.500 eingesendete Statements von Pflegenden und Pflegeinteressierte, die sich zu den aktuellen Missständen und ihren Erfahrungen und Wünschen äußerten. Mithilfe dessen konnte der Diskurs auf den sozialen Netzwerken weiter angetrieben werden und die Meinungen jeder einzelnen Personen und Gruppierungen werden damit weiter in den Fokus gerückt.

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