Sag es laut. Das macht den Unterschied

Sag es laut. Das macht den Unterschied.

Einreicher: Serviceplan
Kunde: Laut gegen Nazis

Sag es laut. Das macht den Unterschied.

Jurybegründung

Die bestechend einfache Idee dieser Kampagne trägt den Dialog bereits in sich. Die auf den ersten Blick nicht ganz neu wirkende Mechanik inszeniert den Absender kompromisslos. Sie zwingt Menschen, ihre Haltung laut auszusprechen. Daran kann keiner vorbeigehen. So wird ein gesellschaftsprägendes Thema endlich wieder laut – in den Medien und besonders in einer jüngeren Zielgruppe (TikTok). Gut gemacht!

Die Aufgabe

Rassismus ist mehr denn je ein Thema. Ein lautes. Online und offline. In Deutschland gibt es derzeit ungefähr 33.000 öffentlich bekannte Nazis, davon sind 1/3 gewaltorientiert. Die Gewalt äußert sich hier im Anschlag von Hanau oder dem von Halle. Und auch die sozialen Medien sind voll von Anfeindungen gegen Ausländer und anders orientierte.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland sagt aber nichts dagegen, sondern bleibt weitestgehend still. Zeit, die Menschen zu einer echten Reaktion zu bringen. Damit sie ihre Stimme gegen Rechts erheben.

Die Idee

Gemeinsam mit der Organisation Laut gegen Nazis riefen wir zur Zivilcourage auf und stiegen in den Dialog mit Deutschland ein. Und es funktionierte. Unsere bundesweite Kampagne inspirierte, aktivierte und ermutigte Menschen dazu, ihre Stimme gegen Rechts zu erheben. Denn nur wer seine Stimme erhebt, kann etwas gegen Rassismus tun.

Wie haben wir das geschafft?

Am 27. Januar 2021, dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust, starteten wir die Kampagne deutschlandweit. Mit Botschaften gegen Rassismus, die nur Sinn ergeben, wenn man sie laut ausspricht. Laut wurde es mit Printanzeigen, OOH und richtig laut digital mit einer TikTok Challenge, einem Instagram-Filter, YouTube Pre-rolls, Bannern und SoMe-Posts.

Das Ergebnis

Auf TikTok haben wir zum Dialog aufgerufen. Und die Menschen haben geantwortet. Menschen wurden laut gegen Rassismus. Sie teilten ihre Rassismuserfahrungen, schrien, sangen oder tanzten gegen Nazis. Die Kampagne entwickelte plötzlich ein kreatives Eigenleben. Der Zentralrat der Juden schrieb sogar einen Song zu unserer Kampagne. Selbst die Tagesschau und Politiker stiegen in unseren Dialog mit ein. Jeder begann seinen ganz eigenen lauten Content gegen Rechts zu kreieren.

Mit Printanzeigen wie beispielsweise im Spiegel, 11 Freunde, Hamburger Abendblatt, Berliner Morgenpost und gezielt geschalteten OOH Flächen in Berlin rund um den Bundestag und der AFD Zentrale. Sowie der geballten Kraft der Social Media Plattformen und der TikTok Challenge mit dem Hashtag #nahtziehsraus.

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